Vodafone will eigenes VDSL-Netz bauen

750 Orte sollen mit 50-MBit/s-Internet versorgt werden


Der Telekomkonzern Vodafone will sein Festnetz flächendeckend aufrüsten. In 750 Orten in Deutschland soll das auf Glasfaser Leitungen basierende Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL gebaut werden. Ein Sprecher des Mobilfunk-Spezialisten bestätigte einen entsprechenden Bericht des Handelsblatt.
Bislang bieten nur die Deutsche Telekom und regionale Anbieter Breitbandanschlüsse mit vergleichbaren Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s an. Die Telekom erreicht mit ihren VDSL-Anschlüssen in 50 Städten rund zehn Millionen Haushalte. Vodafone - immerhin der drittgrößte DSL-Anbieter in Deutschland - will, wenn alles gut geht, mit seinem Ausbau bis zum Spätsommer vier Millionen Haushalte versorgen können.

Aufrüstung beginnt in 2700 Hauptverteilern


In einem ersten Schritt will Vodafone rund 2 700 Schnittstellen in seinem Netz, die so genannten Hauptverteiler (HvT), aufrüsten. Auf diese Weise könne der DSL-Anbieter im Umkreis von einem Kilometer um diese Hauptverteiler hohe Geschwindigkeiten erzielen, erklärte ein Sprecher. Für den weiteren Ausbau will Vodafone die Infrastruktur der Telekom mitnutzen. Dafür steht allerdings noch eine Entscheidung der Bundesnetzagentur aus, die vorrangig die Preise festlegt.
Die Telekomkonzerne in Deutschland streiten seit langem um die Öffnung des Glasfasernetzes der Telekom. Erst im Dezember hatte die Regulierungsbehörde den Zugang zu bestimmten Netzbestandteilen für Vodafone geregelt, die Entscheidung über die Entgelte fällt aber erst im März. Den bereits gestellten Antrag der Telekom bezeichneten die Wettbewerber als viel zu teuer. Sie überträfen die Vorstellungen teilweise um das Zehnfache, sagte ein Vodafone-Sprecher. Bislang vermarktet Vodafone bereits die Anschlüsse der Deutschen Telekom auf Bitstream-Basis.

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