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Firefox, Safari & Chrome: Alternative Browser auf dem Vormarsch

Übersichtlichkeit und Sicherheit sind weiterhin zentrale Themen


Der Internet Explorer hatte lange Zeit weltweit die erste Position unter allen Browsern inne. In den vergangenen Jahren hat die Konkurrenz aber ordentlich zugelegt. Vor allem Mozilla konnte mit Firefox eine große Fangemeinde gewinnen und so teilt der Browser sich nun zusammen mit der ehemaligen Nummer eins die Spitzenposition. Sowohl der Internet Explorer als auch Firefox haben in Europa knapp 40 Prozent Marktanteil. Auch Google Chrome ist auf dem Vormarsch: Der Suchmaschinenspezialist hat den Marktanteil seines Browsers im Verlauf des vergangenen Jahres auf mehr als zehn Prozent ausgebaut - vor allem auf Kosten des Internet Explorer.

Das Image des Microsoft-Browsers hat in der Vergangenheit stark gelitten. Er galt als langsam, angestaubt und unsicher. Konkurrenten wie Firefox haben davon profitiert und konnten zudem mit Zusatzfunktionen wie Mausgesten, Tab-Fenstern und einer höheren Geschwindigkeit die Nutzer von sich überzeugen.

Was die Performance angeht, spielen die drei großen Browser IE, Firefox und Chrome inzwischen ungefähr in der gleichen Liga. Das gilt auch für die Unterstützung von Web-Standards wie HTML5. Allerdings bringt Google in wesentlich kürzeren Abständen neue und verbesserte Versionen des Browsers heraus. Mozilla will nachziehen. Daher könnte der Internet Explorer schon bald wieder abgehängt werden.

Die Browser und ihre Funktionen

Der Internet Explorer punktet bei vielen Nutzern immer noch durch die direkte Einbindung in die Windows-Nutzeroberfläche. Dadurch lassen sich Lieblingswebsites mit einem Klick direkt über die Taskleiste von Windows aufrufen, ohne den Browser öffnen zu müssen. Ein kombiniertes Such- und Adressfeld erleichtert die Suche im Web. Mit dem Tracking-Schutz wird verhindert, dass Websites von Drittanbietern die Online-Aktivitäten des Users verfolgen können.

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Der Firefox von Mozilla besticht besonders durch sein gutes Tab-System, dass eine deutliche bessere Übersicht beim Surfen bietet. Mit der Funktion "Panorama" können Tabs per Drag-and-Drop in Gruppen zusammengefasst, verwaltet, benannt und angeordnet werden. Zudem können Sitzungen gespeichert werden, um sie bei einem Neustart an der selben Stelle fortzuführen: Alle Fenster und Tabs werden wiederhergestellt und unterbrochene Downloads automatisch fortgesetzt. Eine Intelligente Adressleiste hilft dabei, Seiten wiederzufinden, die man geschlossen hat und bietet einen Schnellzugriff auf die Favoriten.

Auch der Google-Browser Chrome bietet die Möglichkeit, Tabs beliebig anzuordnen. Zudem bringt er viele Sicherheitsfeatures mit und ist sehr schnell und übersichtlich. In Chrome ist zudem eine Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites integriert.

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Der Browser Safari von Apple bietet unter anderem einen Safari Reader, der störende Werbung aus Online-Artikeln entfernt und die Artikel auf einer Webseite zusammenfasst. Der Nutzer kann sich zudem als Entwickler betätigen: Mit Safari Extensions lassen sich unter anderem eigene Erweiterungsleisten erstellen und Steuerelemente zu Websites hinzufügen. In einer Extensions Gallery können die Erweiterungen an andere weitergegeben werden.

Zu den beliebtesten Exoten zählt der norwegische Browser Opera. Sehr praktisch ist die Schnellwahl: Beim Öffnen eines neuen Tabs wird eine Auswahlseite mit neun Fenstern gezeigt, die sich ganz individuell mit den Lieblings-Websites belegen lassen. So hat der Nutzer in Sekundenschnelle Zugriff auf seine Favoriten. Durch das Tab-Stacking lassen sich ganz bequem Gruppen von Tabs erstellen - das erleichtert den Überblick beim Surfen auf mehreren Seiten.

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Schlichte Sachlichkeit ist gefragt

Die Nutzer setzen bei den aktuellen Browsern zusehends auf einen reduzierten Funktionsumfang der Bedienoberfläche. Der Browser selbst soll in den Hintergrund treten und vielmehr als Plattform dienen, auf der Web-Anwendungen flüssig ablaufen sollen. Dem Trend folgt auch Microsoft und hat bei seiner aktuellen Version die Bedienelemente des Internet Explorer auf ein Minimum abgespeckt.

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In den Hauptfunktionen unterscheiden sich die verschiedenen Browser mittlerweile kaum und fallen daher bei der Auswahl auch immer weniger ins Gewicht. Mausgesten etwa gibt es inzwischen überall, zum Teil auch als Add-on. Auch die Synchronisierungs-Funktionen haben sich angeglichen. Am deutlichsten unterscheidet sich der Internet Explorer noch durch den direkten Bezug zum Betriebssystem: Er kann Miniversionen der Website als sogenannte Web Slices in eine Werkzeugleiste einbetten und integriert sich mit Sprunglisten und Vorschauen gut in den Windows-Desktop.

Sicherheit zentrales Thema

Statt auf den Funktionsumfang setzen die Nutzer heute vielmehr auf die möglichen Erweiterungen. In diesem Punkt gibt es gerade bei den drei großen Browsern noch erhebliche Unterschiede. Für Firefox und Chrome gibt es wesentlich mehr Add-ons als für den Internet-Explorer. Der User kann seinen Browser dadurch individueller gestalten und an seine Vorlieben anpassen. Der norwegische Opera, der als einer der beliebtesten Alternativ-Browser gilt, bietet einige eingebaute Besonderheiten darüber hinaus: Einen Web-Server und ein E-Mail-Programm.

Der Internet Explorer galt lange Zeit als unsicher und Microsoft musste sich des öfteren dem Vorwurf stellen, Sicherheitslücken nicht rechtzeitig zu schließen. Das hat sich inzwischen geändert. Der Sicherheitsaspekt zählt heute zu den zentralen Themen der verschiedenen Entwickler. Insbesondere Microsoft, Google und Mozilla versuchen, Probleme möglichst schnell aus der Welt zu schaffen. Nur Apple mit seinem Browser Safari lässt sich etwas mehr Zeit. Weniger verbreitete Browser wie Opera sind für Cyber-Kriminelle meist uninteressant, weil sie zu wenige Nutzer haben.

Generell gilt für alle Browser nur dann ein gewisser Grad an Sicherheit, wenn das Programm auf dem aktuellsten Stand ist. Daher sollten die Aktualisierungs-Mechanismen, die jeder Browser von Haus aus mitbringt, daher unbedingt eingeschaltet bleiben. Kriminelle griffen aber nicht mehr nur direkt die Browser, sondern verstärkt Plug-Ins wie Flash an. Deshalb müsse man auch dort immer auf dem aktuellen Stand sein.

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Quelle

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Stevee