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Dell-Laptop mit eingebautem Mobilfunkvertrag



Eine unerwartete Inklusivleistung


Noch einmal tief durchatmen, das gute neue Stück umdrehen und losgeschraubt! Nachdem die sechs Schrauben, mit denen der Boden befestigt ist, gelöst waren, stellte sich heraus, dass es noch zwei weitere Schrauben auf der Rückseite gab, die die Hülle festhielten. Auch die Schlitten für Speicher- bzw- Expresskarten mussten erst entfernt werden, bevor sich die untere Schale des V13 vorsichtig abziehen ließ. Dann lagen die Eingeweide des Vostro offen vor unseren Augen. Das Breitbandmodul war schnell identifiziert. Doch auch hier fand sich kein Schlitz für eine SIM-Karte. Was hatte sich der Hersteller wohl dabei gedacht? Nach einigem Überlegen schraubten wir das Bauteil zur näheren Untersuchung ab, aber auch auf der Rückseite nichts. Aber irgendwo musste doch eine SIM-Karte sitzen!
Sollte sich die SIM tatsächlich fest verbaut im Innern des UMTS-Moduls befinden? Und wie sollte man da ran kommen? Hatte Dell nicht behauptet, man könne eine beliebige SIM-Karte nutzen?!
Schließlich fiel uns eine breite weiße Leitung auf, die zu einem weiteren Bauteil am Rand der Platine führte. Auch dieses war schnell abgeschraubt und siehe da - hier fand sich ein tatsächlich SIM-Karten-Halter. Inklusive einer Vodafone-SIM

Definitiv kein Plug an Play


Diese ebenso unerwünschte wie unangekündigte Inklusivleistung nahmen wir vorsichtig heraus und setzen unsere eigene SIM ein. Interessanterweise ist der SIM-Karten-Halter am Geräterand verbaut, so dass vermutlich sogar vorgesehen war, hier einen von außen erreichbaren Einsteckplatz für SIM-Karten zu schaffen. Platz genug wäre auf jeden Fall vorhanden. Leider hat Dell das nicht so umgesetzt, sondern uns diese Schrauber-Odyssee zugemutet. Eine kundenfreundliche Lösung ist das jedenfalls nicht.
Nachdem alle Bauteile wieder ordentlich angeschraubt waren, wagten wir einen neuen Versuch. Nachdem das Laptop wie gehofft problemlos lief, starteten wir gespannt den Mobile-Broadband-Manager. Große Erleichterung: Dieser zeigte jetzt wie gewünscht T-Mobile als Netzbetreiber an. Mit den dazugehörigen Daten war es kein Problem mehr, eine Mobilfunkverbindung herzustellen. In der Tat: Es lassen sich mit dem Vostro V13 tatsächlich beliebige SIM-Karten nutzen - aber nur, wenn man weiß, wie es geht! Um eine Plug-an-Play-Lösung, mit der auch technisch wenig versierte Normal-Anwender klar kommen können, handelt es sich bei diesem Modell definitiv nicht. Dennoch - nach dem erfolgreichen Überwinden dieser Einstiegs-Hürde stellte sich schnell wieder Freude über die Neuerwerbung ein: Mit der gewünschten SIM-Karte macht das mobile Arbeiten mit dem Vostro V13 richtig Spaß.

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